Wir können uns nicht immer vor der Sonne schützen, doch wir können versuchen hohe Uv-Strahlung zu vermeiden. Aber wer kann schon sagen wann die Sonne am meisten UV-Strahlen aussendet? Dabei wäre es durchaus sinnvoll, die UV-Menge, der wir ausgesetzt sind, einschätzen zu können. Denn sowohl ein Zuviel als auch ein Zuwenig an ultravioletter Strahlung schadet. In der Fachzeitschrift “Aktuelle Dermatologie” (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2009) stellt Berliner Dermatologe Professor Hans Meffert nun ein einfaches Verfahren vor, mit dem die UV-Intensität an jedem Ort der Erde schnell und ohne technische Hilfsmittel abgeschätzt werden kann. Alles, was dazu erforderlich ist, ist ein Vergleich der eigenen Körperlänge mit der Länge des eigenen Schattens. Das von Meffert entwickelte Verfahren basiert wesentlich auf Messungen des Physikers L. Holloway, der den Zusammenhang zwischen UV-Stärke und Rötungsneigung einerseits und dem Sonnenwinkel andererseits untersuchte. Demnach haben Menschen mit dem in Nordeuropa weit verbreiteten, hellen Hauttyp II bei einem Sonnenhöhenwinkel von weniger als 45 Grad erst nach rund einer Stunde einen Sonnenbrand zu befürchten. Steht die Sonne dagegen höher am Himmel, ist schon früher mit einer Rötung zu rechnen. Dann muss vermehrt auf schützende Kleidung, auf UV-Schutz durch Sonnencreme oder auf einen Aufenthalt im Schatten geachtet werden. Wie hoch die Sonne am Himmel steht, lässt sich am einfachsten abschätzen, indem man einen Blick auf den eigenen Schatten wirft: Entspricht seine Länge genau der Körperlänge, so beträgt der Sonnenhöhenwinkel 45 Grad. Der UV-Index, der auf einer Skala von null bis zehn die Strahlungsintensität der Sonne angibt, liegt dann bei knapp vier. Ist der Schatten um rund ein Drittel länger als die Körperlänge, sinkt der UV-Index bereits unter drei – und liegt damit in einem selbst für hellhäutige Menschen unbedenklichen Bereich.
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